Dienstag, 12. Mai 2009

Good times...

Hallooooo! :)

Hier nochmal News während ich mich im Endspurt befinde. Heute war mein letzter "richtiger" Tag an der Uni. Nächste Woche muss ich nur noch am Dienstag hin um meine Kunstprojekte abzugeben und ein Exam zu schreiben, dann ist alles geschafft! Ein bisschen traurig war es heute schon sich von den amerikanischen Mitstudenten mit denen man sich gut verstanden hat zu verabschieden, irgendwie alles noch ein letztes Mal zu erleben. Mir war heute beim Aufwachen schon komisch, aber es ein gelungener letzter Tag an der Southern Connecticut State University und ich werde mich definitv gerne an die Tage dort zurück erinnern, auch wenn es natürlich Ups und Downs wie überall gab.

Jetzt könnte man ja meinen ich habe Luft, aber meine Tage sind ganz schön verplant. Da ich mehr Zeit habe bin ich öfter zum Arbeiten bei Sharon eingeteilt. Carina, eine Freundin aus Deutschland fliegt am Sonntag nach Hause und wird Freitag gebührend verabschiedet. Am Samstag wollen die Mädels und ich nach Newport, Rhode Island fahren, dann muss natürlich nochmal das Shoppingcenter besucht werden und vor allem noch ein letzter Tag im Big Apple verbracht werden. Weiterhin auf dem Plan stehen ein Potluck (jeder steuert was zuEssen bei) zum Abschied mit den Mitbewohnern und Freunden hier aus der West Prospect Street, und zuletzt verbringt Therese, eine Freundin aus Schweden, die letzten drei Tage ihres Aufenthalts bei mir und Melissa, da die Wohnheime der Uni kurz vor ihrer Abreise schliessen. Es wird also nochmal spannend und hoffentlich richtig schön!

Natürlich werde ich auch schon ein bisschen sentimental, Melissa und ich kochen nochmal alle unsere gemeinsamen Lieblingsgerichte, ich war am Freitag zum letzten Mal auf einem Gig von Brandon's Band "The High Life", ich laufe nochmal meine liebsten Strecken mit Onni ab, fange aber auch schon langsam mal an das Chaos in meinem Zimmer auf das Nötige zu reduzieren und schaue was ich hier lassen kann. In neun Monaten sammelt sich ne Menge an, soviel steht fest und mit Sicherheit wird die Gepäckgrenze zu niedrig sein...
Hier noch ein paar Erinnerungsfotos die heute auf dem Campus gemacht wurden!

Hugs to y'all ;)

Alex und ich vor dem Wintergreen Building


Mit Carina - endlich kein Regen :)

Dienstag, 28. April 2009

Handynummer

Hey, dachte der beste Weg allen mitzuteilen, dass meine Handynummer nicht mehr aktuell ist, ist hier! Werde mich um einen neuen Vertrag kümmern sobald ich zuhause bin! Dürft meine Nummer also löschen.

Sonntag, 26. April 2009

Beautiful New England!



Nachdem wir endlich Sonnenschein haben, es heute sogar 30 Grad warm war und wir den Tag auf dem Balkon in der Hängematte verbracht haben, gibt's ein paar Bilder aus New Haven - vor allem von den wunderschönen Magnolienbäumen!

Der Countdown läuft! In fünf Wochen bin ich zuhause! Aber zuvor müssen noch etliche Projekte und Hausarbeiten fertig gestellt oder viel mehr begonnen werden...

Sonnige Grüße aus Yale-City!



Yale Campus

Sonntag, 19. April 2009

Sauerkraut und Schweinshaxe...

Heute war ich auf dem Orientierungstreffen des Baden-Württemberg Austauschprogramms mit Connecticut im "Sängerbund Hartford" (existiert seit 150 Jahren zum Erhalt der deutschen Kultur von Einwanderern...) - wir durften den Amis die bald zu uns kommen Infos geben und haben auch die ganzen Mitstudenten aus BaWü wieder getroffen mit denen wir letztes Jahr auf der Orientation in Bad Herrenalb waren. Es war total lustig, vor allem als das Essen ankam: Sauerkraut und Schweinshaxe mit Kartoffelbrei :) War natürlich net unbedingt mein Fall, aber da wirklich jedes Stereotyp über den Süden Deutschlands heute aufgegriffen wurde haben wir gute Mine gemacht!

Als ich heimkam haben wir noch versucht Onni zu dressieren - er gibt jetzt Pfote ;)






Dienstag, 14. April 2009

Waiting for spring to arrive...


John Lennon Denkmal im Central Park, NYC


Während ihr zuhause schon richtig tolles Wetter habt frieren wir hier in New Haven immer noch! Zwei Wochen nach meinem Urlaub ist kaum Frühling in Sicht, mit Ausnahme eines schönen Tages hatten wir Regen, Regen und ach ja: REGEN!!! New England Wetter ist wirklich nicht meins, es ist entweder nass oder kalt (oder wie gerade beides) und sobald es wärmer wird schwül... dennoch. Die letzten zwei Wochen waren abgesehn davon, dass ich mich immer noch nicht ganz von meinem Surfunfall erholt habe, schön!

Am 4.April gab es mal wieder einen Ausflug an den Broadway, wir haben die Neuauflage von West Side Story angeschaut und es war super! Später gab es Burritos bei Chipotle (: und im Anschluss daran einen Ausflug zum Young Designer Fashion Market in Soho! Würde man über mehr finanzielle Mittel verfügen als ich im Moment hätte man dort wahrscheinlich so viel Spaß wie kaum irgendwo sonst! Eines Tages werde ich zurück nach New York kommen und die 5th Avenue rauf und runter shoppen dass es kracht! Es lebe der Konsum ;)


Die Woche vor Ostern habe ich Maaike's Freundinnen aus den Niederlanden kennengelernt, die sie in New Haven besucht haben und mit ihnen und Therese (aus Schweden) Dinner bei Delayne's gehabt, unserem Lieblings All American Diner hier in Westville. Donnerstag abends ging es zu "Hula Hanks" - ein typisch amerikanischer Studentenclub in Downtown New Haven und dem Publikum nach deshalb auch nicht so ganz mein Fall. Aber spannend ist es immer hier abends unterwegs zu sein, kein Vergleich zu Deutschland, wieder mal Stoff für Nachfragen im Detail für diejenigen unter euch, die es interessiert ;)


Freitags waren Melissa, Therese und ich in NYC und haben eine Tour durch den wunderschönen Central Park unternommen, dort blüht schon so einiges, unter anderem die Kirschbäume und endlich auch die ersten Osterglocken und Krokusse. Später haben wir uns auf in die Frick Collection gemacht, ein wahnsinnig tolles Museum an der Upper East Side, das die Kunstsammlung eben dieses Herrn Fricks beinhaltet (war einer der ganz Großen und Reichen Anfang des 20. Jahrhunderts und hat während seiner Lebzeiten noch sein Stadthaus in eine Kunstgalerie mit vielen der großen Meister umgestaltet).

Lizzy im Central Park :)


Abends haben wir dann noch gemütlich in einem kleinen Bistro gegessen und sind dann nachhause zu DVDs und Popcorn. Das relaxte Osterwochenende ging Samstag morgens weiter mit Frühstück bei Lena's in Westville, einem Cafe das am Wochenende ein Breakfast Menu to-die-for anbietet und wir haben uns wirklich ordentlich den Bauch vollgeschlagen. Irgendwas mussten wir ja ersatzweise für Ostern unternehmen. Mit Therese haben wir Samstag dann auch noch "vegetarisches" Chili gekocht und Wein getrunken. Rundum glücklich also, auch wenn man am Osterwochenende am liebsten in der Lindestraße wäre um Mama's Essen genießen zu können.


An der Uni wird es langsam wieder ein wenig arbeitsintensiver, da das Semester nur noch gut fünf Wochen dauert. Im Kunstunterricht hatten wir diese Woche das letzte Aktmodel (jaaaa!) und dürfen uns jetzt am "abstrakten Expressionismus" versuchen (einfach Farbe auf's Papier klatschen, ist erst falsch wenn es nach was aussieht haha). Meine Englischkurse sind zäh wie immer, und es wird vor allem gelesen, gelesen und ein Paper nach dem anderen geschrieben. Muss mich so langsam auch um die Unterlagen für die Transfercredits nach Deutschland kümmern, ich hoffe das gibt keine Probleme, da die Univerwaltung hier auch nicht besser organisiert ist als in Konstanz.

Gestern durfte ich die einmalige Erfahrung machen mit drei Kindern und Sharon nach Hartford in die Shopping-Mall zu fahren und dort NEUN Stunden babyzusitten, während Madam mit vollen Händen Geld ausgegeben hat! Ich hab es überlebt, nun aber um einiges mehr Verständnis für Mütter die beim Einkaufen mit ihren Kindern durchdrehn... Meine Güte, und ich dachte immer ich würde mich nie aus nem Einkaufszentrum wegwünschen ;)


Für all diejenigen, die mittlerweile bemerken, dass mein Deutsch schwächelt (ja vor allem beim Schreiben) - ich glaube es wird Zeit für mich heim zu kommen! Und so lange dauert es ja bis dahin auch nicht mehr! Macht schon mal Pläne für Juni, denn da habe ich frei!

Und schickt uns ein bisschen Sonnenschein!Bild hinzufügen


Mittwoch, 1. April 2009

Live Aloha!


Zehn Tage Hawai'i mit Liz -
the Big Island

Wie es meistens so ist wartet man lange auf solch eine Reise und kann gar nicht glauben wie schnell die Zeit dann vergeht während man unterwegs ist. Am Freitag morgen, den 20. März ging es mit gepacktem Koffer Richtung JFK Airport um zu Liz nach Kailua-Kona zu fliegen. "The Big Island", auf der sich Kona befindet, ist die größte Insel Hawai'i's und etwa so groß wie der Staat Connecticut. Kona liegt auf der trockenen Seite der Insel und bekommt weniger Regen ab als die Hilo Seite. Auf der Karte ist es links zu sehen. Die gesamte Insel ist geprägt von fünf Vulkanen, von denen einige noch aktiv sind und "Vog" erzeugen, eine Art "Vulkansmog", der an extremen Tagen wie Nebel über der Insel hängt und die Luftqualität ziemlich verschlechtert. Die Landschaft war demnach auch ganz anders als ich sie mir vorgestellt habe, überall sieht man Lavafelder, die sich endlos schwarz und einsam über die Landschaft ergossen haben und man hat stellenweise das Gefühl man sei auf dem Mond oder am Ende der Welt (was ja der Lage nach fast sein könnte).



Wenn man nach Hawai'i fliegt bekommt man dieses Gefühl auch schon im Flieger. Man hat einfach nichts anderes unter sich als den Pazifik bis irgendwann mal ganz klein ein paar Inseln aus dem Wasser ragen. Als ich Freitag Nacht in Kona angekommen bin hat Liz mich gleich mit einer Kette aus Blumen empfangen und wir haben uns auf den Weg zu ihrer nur 15 Minuten entfernten Wohnung gemacht. Liz wohnt mit ihrem Freund Nick, dessen Job "Golf Course Management" ist ziemlich hoch oben auf einem der Berge, die die Insel prägen. Man ist also entweder up mauna (= auf dem Berg) oder down by the beach. Am nächsten Tag haben wir auch genau das gemacht: wir waren von früh bis spät Strände anschauen und schwimmen. Nick und sein Freund Trevor (Besuch aus Kansas) sind erst am Sonntag abend von einem Ausflug nach Maui zurück gekommen und bis dahin hatten wir girl's time. Es war einfach schön mit Liz die Insel zu touren. Sind am Sonntag Richtung Süden gefahren und haben eine Kultstätte der Ureinwohner angeschaut und einen Farmer's Market besucht, auf dem wir Kokosnüsse, Inselbananen etc. geschenkt bekommen haben und mit ein paar Locals gesprochen haben, die auf Hawai'i einfach alle nett und offen und stets entspannt sind.

Die nächsten Tage habe ich teils damit verbracht die kleinen Märkte und Strände in Kona zu erkunden, oder mit den Jungs am Strand verbracht, nachdem ich morgens meistens mit Liz Ausflüge gemacht habe, oft auch auf ihrem kleinen Roller, the best way to see the Island. Kona ist eine total schöne Stadt, nicht zu groß, aber sie bietet alles was man zum Leben braucht, inklusive aller Supermärkte und Dingen die man vom Festland auch schon kennt. Trotzdem finde ich fühlt man sich bis auf Sprache und Währung nicht so, als ob man noch in den Vereinigten Staaten ist, sondern einfach wie in einer anderen Welt. Da Liz nachmittags immer arbeiten musste war ich froh, dass Nick am Dienstag dann auch noch Besuch von Justin bekommen hat und einen Tag später noch von einer Freundin namens Kat. So waren genug Leute in meinem Alter um mich herum um mich nicht zu langweilen und wir haben immer was zu tun gefunden. Freitag auf Samstag haben wir am Strand gecampt. Es war wunderschön mit Lagerfeuer am Meer zu sitzen und die Sonne untergehn zu sehn und dann morgens wieder zu den Wellen aufzuwachen. Und die Hot Dogs vom Grill waren lecker!

Beim Surfen und Stand-up-Paddle-Boarden sind uns dann auch mehrere kleinere und größere Verletzungen zugestoßen, unter anderem hatten wir alle zerschnittene Füße, Justin sogar eine Verletzung von irgend so einem Seeungeheuer, das lange Stacheln hat und mehr als nur schmerzhaft ist. Am letzten Tag musste ich noch in die Notaufnahme, weil ich mir den Daumen ausgekugelt habe und das komplette Gewebe in meiner Hand lädiert habe... die Hand ist jetzt stabilisiert, aber immer noch grün und blau und drei mal so dick wie sie sein sollte... aber mit den starken Schmerztabletten die ich nehme komme ich zurecht. Allerdings hoffe ich, dass mir sowas nie wieder passiert, weil wir unter anderem von dem abgelegenen Strand an dem wir waren, zwei Stunden bis ins Krankenhaus gebraucht haben. Ohne Eis und Schmerztabletten plus einem halbstündigen Marsch über ein Lavafeld bis zum Auto, alles nach nem Schlag auf den Kopf von nem Surfboard, kaputtem Daumen und blauen Flecken von der Riesenwelle, die mich da erwischt hat... es war wirklich kein Spaß!

Abenteuerlich war die Reise also allemal. Liz und ich haben zum Beispiel einem "Geheimtip" aus dem Inselreiseführer nach die "Road to the Sea" genommen, eine 6 Meilen lange "Straße" (besser wäre Geröllfeld) die zu einem schwarzen Lavastrand "mit sehr eigenem Charm" führen sollte. Wir haben Gott sei Dank Liz' Monsterjeep mit Allrad dabei gehabt und es überlebt, aber die Fahrt werde ich definitv nie vergessen, um uns rum endlose Lava und unglaublich viel Staub...

Samstag abend hatten wir eine House Party mit Kollegen von Nick - hauptsächlich Native Hawaiians, also Nachfahren bzw. direkte Nachkommen der Polyneser, die die Inseln schon lange vor den Amerikanern besiedelt haben. Es war super lustig, da sie ein ganz besonderer Schlag Menschen sind. Sie sprechen einen Art Pidgin aus ihrer Sprache und Englisch und sind sehr offen und neugierig. Sie haben uns auch ein paar Spiele beigebracht und ein Paar hatte seine Kinder dabei, die jeden "Auntie" und "Uncle" nennen :)

Am schönsten waren die Momente als wir Seeschildkröten sich am Strand sonnen sehen haben, oder man einen gigantischen Sonnenuntergang bebachten konnte, oder in der Ferne Walfontänen sehen konnte (auch wenn man den Wal selbst nur erahnen konnte). Einmal haben wir nachts rießige Rochen beobachtet, die in der Nähe einer Hotelterasse vom Licht angezogen werden. Unheimlich, aber faszinierend. Hinter all der Lava war man meist umso mehr überrascht und erstaunt, wenn man wieder einen Traumstrand gefunden hatte. Waipio Valley war ebenfalls eine längere Fahrt über die Insel wert, man hat sich so klein gefühlt vom Aussichtspunkt aus. Auf den Ausflügen zum Beispiel nach Waimea, konnte man auch immer sehen wie sehr sich das Klima auf der Insel je nach Region unterscheidet. Wir hatten mit dem Wetter aber immer Glück, es gab zwar einige warme Schauer, aber es war immer Bikini Wetter und vor allem nie zu heiß, sondern genau richtig.

Mit Liz habe ich mich ganz arg gut verstanden, sie war eine tolle Gastgeberin und hat sich um alles gekümmert und als es dann irgendwann ans Verabschieden ging haben wir beiden Blondinen natürlich nicht aufhören können zu weinen. Es ist ein komisches Gefühl nicht zu wissen wann ich little Lizzy wiedersehen werde. Haben uns allerdings vorgenommen, dass wir es schaffen müssen bevor wir 30 sind. We will see what the future brings...

Hier im Fotoalbum gibt's Eindrücke von einer der besten Wochen meines Lebens!

http://picasaweb.google.com/lkohler85/HawaiITheBigIsland#

Liebe Grüße nach Deutschland aus New Haven, wo die Realität mich gerade wieder in den A**** tritt ;)

Eure Lisa

Sonntag, 1. März 2009

Time to "blog" some news...

Der März in New Haven hat heute stürmisch mit viel Schnee und richtig kalt begonnen. Habe eben das Kalenderblatt umgeblättert und mir gedacht, dass es vielleicht wieder Zeit ist ein paar Neugikeiten zu bloggen. Ich kann gar nicht glauben wie schnell die Wochen vergehen seit Januar. Vielleicht liegt es daran, dass das größte Stück Zeit schon hinter mir liegt, oder ich dieses Semester zum Glück ein kleines bisschen weniger zu tun habe und nicht ständig nur am Schreibtisch sitzen muss. Meine Kurse sind relativ interessant, mit "relativ" meine ich, dass meine Englisch-Kurse "eigentlich" richtig gut sein könnten, aber meine Professoren nicht unbedingt das Beste aus den Themen machen und man eben drin sitzt und sich langweilt. Leider muss man dann über den langweiligen Unterricht auch noch langweilige Papers schreiben, von denen ich so langsam echt keine mehr sehen kann... Mein Management Kurs läuft dieses Semester online ab und ich habe nur virtuelle Klassenkameraden, auch mal ne Erfahrung, aber ich stelle immer wieder fest, dass ich lieber face-to-face kommuniziere. Das Highlight zweimal die Woche ist mein Kunstkurs "Drawing and Composition" bei Michael Faulkner, ein krasser Typ ;) Nein wirklich, der Kurs macht sehr viel Spaß und ich lerne laufend neues. Man kann abschalten, weil es einfach ein bisschen relaxter zugeht unter Künstlern und sich so richtig auf dem Papier austoben. Letzte Woche haben wir mit Aktmalen begonnen und ich war überrascht wie entspannt das war. Wir hatten ein ziemlich fülliges weibliches Modell (ich denke sie war jung und brauchte das Geld *g*), aber man gewöhnt sich auch an Dinge, denen man sich ansonsten nicht unbedingt in soviel Detail widmen möchte - schliesslich tut man es ja für die Kunst!

Letzten Samstag war ich mit Alexandra in New York und habe Arne, einen Freund aus Konstanz getroffen und wir hatten einen wunderbaren Tag im Central Park und im MET (Metropolitan Muesum of Art) was dem Louvre tatsächlich beinahe Konkurrenz machen kann. Monnet, Manet, Picasso, Miro, Van Gogh, dann Vermeer und andere alte Meister, und zeigtgemäßere Kunst war mit Warhol etc. vertreten. Wenn wir alles hätten sehen wollen wären wir mit Sicherheit heute noch dort.

Mit Melissa klappt es auch immer noch gut, gehen zusammen viel Sport machen und kochen wenn wir mal Zeit und Muse haben leckere Sachen. Dieses Wochenende war sie out-of-town und ich hatte zwei Tage lang ein Auto :) War super, bin mit meinen Freundinnen shoppen und war endlich auch mal auf ein paar typisch amerikanischen Houseparties! Wenn man hier mobil ist ist einfach so viel mehr möglich. Wobei ich mir bei solchen Parties, an die ich mich auch noch aus Wichita erinnere, nie ganz sicher bin ob ich die amerikanische Kultur toll oder total daneben finde. Aber das sprengt hier den Rahmen. Darum schnell zu anderen Themen...

Mittlerweile ist auch endlich das Unvermeidliche passiert und ich habe es beinahe geschafft Sharon's kosheren Haushalt in eine Krise zu stürzen. Ich habe den falschen (sauberen) Löffel benutzt um Gemüse aus einer Hühnersuppe zu fischen wie mir aufgetragen worden war. Leider war der Löffel ein "dairy" Löffel und die Suppe ja "meat" und darum musste dann ein rießen Geschrei seitens meiner Arbeitgeberin gemacht werden und der Rabbi angerufen werden, der letztendlich beschlossen hat, dass die Suppe in Ordnung sei, aber die Löffel in kochendem Wasser "gereinigt" werden müssten. Ja. Prima. Oder? Es war also gar nicht so schlimm, die Aufregung aber rießig. Am Sabbath habe ich dann noch völlig ahnungslos den Autoschlüssel an Sharon zurück geben wollen (bin den Abend zuvor nach einer "Spätschicht" mit ihrem Auto zu mir gefahren, da sie mich nicht heimfahren konnten, da man ja am Sabbath nicht fahren darf) und sie hat ihn auch entgegen genommen (war wohl kurz verwirrt) um ihn dann plötzlich hysterisch weg zu werfen und mir anschliessend erklärt, dass auch schon das Tragen eines Autosschlüssels verboten sei. Woher soll ich das alles wissen? Ich weiß nur, dass ich demnächst nen Herzinfarkt bekomme wenn es so weiter geht.

In einer Woche kommen auch schon wieder Mid-Term Klausuren und Paper auf mich zu und ich fühle mich gar nicht bereit dafür. Als Belohnung winkt danach aber die Spring Break Ende März - eine Woche frei, juhu!

Und jetzt erwarte ich Emails und Kommentare die mir zeigen, dass die Schreiberei hier sich auch lohnt!

Liebe Grüße von der eiskalten Ostküste!